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Klinische Untersuchungsmethoden


 

Schon unsere "alten" Ärzte wussten, dass man über eine ausführliche Befragung und gründliche Untersuchung des Patienten den wichtigsten Teil der Informationen für die Diagnosestellung bekommt.

Bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden, wie z.B. Allergien, wiederkehrenden chronischen Schmerzen im Stütz- und Bewegungssystem, bei chronischen Entzündungen, Hauterkrankungen, gynäkologischen Problemen und Verdauungsstörungen bringen die üblichen Laboruntersuchungen oder bildgebenden Verfahren nicht genügend brauchbare Befunde.

Häufig handelt es sich um sogenannte "Funktionsstörungen" und wie der Name es sagt: Es "funktioniert" etwas nicht, aber es muss nicht gleich "kaputt" sein. Auch die Alarmleuchte im Auto sagt uns, wir sollten uns schleunigst um das, was nicht "funktioniert" kümmern. Wenn ich sie ignoriere und weiterfahre, kann es zu ernsthaften Störungen kommen...

Wie aber erkenne ich Funktionsstörungen? Unser Körper, der schon bestrebt ist gut zu "funktionieren", gibt uns eine Reihe von Krankheitszeichen, die auf Problemzonen und Störstellen hinweisen können. Diese Zeichen repräsentieren sich am häufigsten an der Körperoberfläche, im Bindegewebe und im Bewegungssystem.

Bei der Untersuchung (Betastung) der Haut und des Unterhautfettgewebe füllt eine unterschiedliche Beschaffenheit einzelner Hautabschnitte auf. Im gesunden Gewebe lässt sich die Haut in einer schmerzlosen Falte abheben und sie ist gegenüber anderen Schichten gut verschiebbar. In anderen auffälligen Abschnitten findet man Verdickungen und Verquellungen (Wassereinlagerungen) der Haut und des Bindegewebes und diese sogenannte Kibler-Falte lässt sich nur schwer und meist schmerzhaft abheben und abrollen. Sie kennen diese schmerzhaften Abschnitte vielleicht, wenn sie schon einmal von einer Physiotherapeutin massiert worden sind oder es ist auch bekannt aus der Fußreflexzonentherapie. Häufig findet man auch in den tiefer gelegenen Körperschichten druckschmerzhafte Muskelpunkte (Triggerpunkte), die durch einen stechenden Schmerz, durch Verspannung und eine verminderte Durchblutung gekennzeichnet sind.

Weitere Auffälligkeiten finden sich dann bei der Untersuchung der Beweglichkeit der Wirbelsäule und einzelner Gelenke. Wir nennen sie Blockierungen. Druckschmerzhafte Punkte beidseits von der Halswirbelsäule weisen mich auf Störfelder im Kopf- und Gesichtsbereich hin. Auch die inneren Organe können sich bei Erkrankungen auf die äußeren Schichten projizieren, weil eine enge Wechselwirkung zwischen den inneren Organen und den äußeren Körperabschnitten besteht.

Die Untersuchung umfasst also unabhängig vom Ort der Beschwerden den gesamten Körper, weil diese Krankheitszeichen sich weit ab von den Beschwerden darstellen können. Ein bekannter Manualtherapeut prägte den Satz:
"Wer Krankheiten nur dort behandelt, wo sie auftreten, ist verloren.".
Denn an jedem verspannten Nacken, an jedem schmerzhaften Rücken, an jeder bewegungseingeschränkten Schulter und an jedem nicht ordentlich funktionierenden Magen "hängt" selbstverständlich der ganze Mensch. Und von seinen Sorgen und Ängsten, als dem psychischen Faktor haben wir bisher ja noch gar nicht gesprochen...

All diese Befunde lassen sich mit ein wenig Erfahrung und Übung eigentlich sehr leicht und einfach erfassen und sie sind für die Diagnostik sehr nützlich und erstaunlich aussagekräftig.



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